Serienkurzkritik: Top of the Lake

Als das Riesending angekündigt und mindestens so gut wie Twin Peaks. Die ersten drei Folgen von “Top of the Lake” liefen auf Arte am 7.11.2013. Welcher PR-Schreiber es auch immer geschafft hat, diese “Twin Peaks! Geheimtipp! Excellent!” Nummer viral in alle Tageszeitungen zu hieven – Herzlichen Glückwunsch. Und ich bin auch noch drauf reingefallen.

Neuseeland? Liebe ich, muss gut sein. Elisabeth Moss aka Peggy Olson aus Mad Men als Hauptrolle? Na klar, super. Dark Detective – Mystery – Spooky – irgendwas Oh yeah, baby. In der Praxis dann aber eher durchwachsen. Natürlich hat die Serie nichts mit Twin Peaks zu tun. Das ganze Setting mit dem toten Kind erinnerte mich dann eher an The Killing, wo ich nach der ersten Staffel ausgestiegen bin. Peggy Olson – hallo Parallele. In jungen Jahren schwanger geworden und das Kind weggegeben. Fehlt nur noch, dass Don Draper mal zum Angeln vorbeischaut. Großartig allerdings die Ecstacy-Szene in freier Natur von Drogenbaron mit Potenzproblemen und der in-die-Jahre-gekommener Dame aus dem Containerdorf. Und das folgende Umkippen der Szenerie von Ausgelassenheit in Gewalt. Bei Twin Peaks war die Detektiv-Geschichte eher der Rahmenerzählung, innerhalb dessen sich die Absurditäten der Charaktere entlud.

Hier versucht man ansatzweise ähnliches, bleibt aber dann doch zu handzahm, als dass das Ganze wirklich interessant sein könnte. Bei allem Gemäkel: kann man sich aber schon ansehen. Pluspunkt: als Miniserie auf 6 bzw. 7 Folgen begrenzt und die Geschichte damit auserzählt und zieht sich nicht quälend lang wie “The Killing” oder noch furchtbar in Homeland Season 3. Das ist eine schöne, runde Sache in der das Setting optimal Platz hat ohne zu langweilen.

http://en.wikipedia.org/wiki/Top_of_the_Lake

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