Limburg – eine Argumentation in 3 Akten

I.
Ich interessiere mich nicht für Limburg. wenn ich da nicht mal Mitte der 90er Jahre in der Discothek “Easy” auf einer Gabber-Party gewesen wäre, wüßte ich noch nicht mal, wo dieser Ort liegt.

II.
Der deutsche Komplex mit der scheinbar unvollständigen Reformation ist mir eher wurscht. Ich bin weder katholisch noch interessiert mich, was die katholische Kirche als Institution so treibt. Wer dort mitmacht – selbst schuld. Man wußte doch im Vorfeld, auf man sich einlässt.

III.
Der allgemein Aufregungskomplex der professionellen Empörungsmaschinerie ist mir gänzlich zuwider. Ob diese Story vom Spiegel angestoßen wurde, kann ich nicht sagen. Den Spin bekam sie jedenfalls von dort. Ein regionales Ereignis (siehe I.) ist der Aufhänger, um mal wieder über das “Grundsätzliche” diskutieren zu wollen, “was hier schief läuft”.

Dahinter steckt wie üblich bei Anliegen dieser Art der Wunsch jeden einen Kopf kürzer machen zu wollen, der nicht dem gesunden Volksempfinden entspricht. Der Rassist schaut noch unten, der Antisemit nach oben und es gehört in Deutschland seit jeher zum guten Ton der postnazistischen Verfaßtheit, gegen Bonzen, Banker und Spekulanten – und in diesem Fall “Kirchenfürsten” – zu wettern.
Man hat keinen Einfluß auf Managergehälter (die werden von Konzernvorständen festgelegt und eben nicht vom Volkszorn) und die katholische Kirche (Basisdemokratie geht anders) und möchte wenigstens moralisch ein Urteil verkünden und vollstrecken.

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