Fantasy Filmfest 2013 Part IV

23.8. 21.15 Uhr The Dyatlov Pass Incident / Devil´s Pass . Also irgendwie war das Festival Programm am Freitag mau. Keine Ahnung, warum ich mich für diesen Film entschied. “Grave Encounters” fand ich im Cinestar vor einigen Jahren ganz gut, aber wahrscheinlich gab es davor und danach zig Filme derselben Bauart. Devil´s Pass ist einer der lahmeren davon: 5 nervtötende Studenten aus Oregon gehen in die russischen Berge und kommen nicht zurück. Darüber kann man froh sein genauso wie darüber irgendwann den Abspann zu sehen, der diesem Grauen ein finales Ende setzt. Warum nach einer Zeitreise alle so nöse werden und an Händen herumknabern müssen, erschließt sich mir nicht.

23.15 Uhr The Banshee Chapter. In Anwesenheit des Produzenten, der noch kurz einen Satz loswerden durfte war das Kino doch halbwegs leer für einen Freitag abend. Drogenexperimente mit Probanden in den USA seit den späten 1960er Jahre waren hier die Ausgangsbasis der Handlung, auf der fiktional weitergesponnen wurde. Ebenso ein fiktionalisierter Autor namens Thomas Blackburn, der unschwer Hunter S. Thompson darstellen sollte. Wenn Simon Reynolds “Pop cultures addiction with its own past” diagnostiziert, dann wurden hier wie üblich im Horrorfilm wieder Aufnahmegeräte groß thematisiert. Radio-UKW-Sender mit den “Number Stations” (ein netter urbaner Mythos des Gruselfilms), Walkie-Talkie, selbstgebaute Funktstationen und -receiver. Wer auf vintage Elektroschrott steht, kommt hier auf seine Kosten. Die unheimliche Dimension der Technologie, na schön, kann man ja thematisieren. In Dyatlov Pass Incident gab es digitale Kameras und Smartphone-Aufnahmen (natürlich auch da versehen mit den künstlichen Störungen und Artefakten, scheinbar ist die Störung des normalen Betriebs ein wiederkehrendes Phantasma im psychischen Apparat des Horrorfilms). Aber auch hier steht die Frage im Raum: warum sind die denn alle so stinkig auf der anderen Seite und wollen immer nur totmachen?
Jedenfalls ist Banshee Chapter solide gemacht, arbeitet mit wirklich fiesen Stille-Momenten und diese Idee mit Hunter S. Thompson war doch irgendwo charmant.

Leave a Reply

Your email address will not be published.