Fantasy Filmfest 2013 Part I

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Knapp ein Jahr warten. Fantasy Filmfest. Binge Viewing. Los ging es dieses Jahr am 20.8. um 20 Uhr mit dem Eröffnungsfilm “The Congress” von Ari Folman. Ich wußte im Vorfeld von nichts von dem Film, hatte mir noch nicht mal den Trailer angesehen, und ließ mich überraschen. Kurz: die Handlung besteht aus einer freien Adaption des Buches “Der futurologische Kongreß” von Stanislaw Lem. Einer sehr losen Adaption, eher wurden hier postmodern Versatzstücke aus dem Buch genommen und mit eigenen Ideen vermengt. Der Film besteht zum Teil aus animierten Sequenzen und zum Teil aus der Rahmenhandlung in der Echtwelt.

Um es vorwegzunehmen: von den Umsitzenden ging die Meinung von “gelungener Film” bis hin zu “totaler Reinfall”. Ich habe mich im Nachhinein für eine mittlere Position entschieden. Ehrlich gesagt fand ich die Nicht-Animierten Teile des Films besser: hier wird mit einer ganz ausgeklügelten Dialektik, die auf die Schauspieler verteilt wurde, der Tod Hollywoods verhandelt. Andererseits hatte man diese endlosen Monologe schon so ähnlich in 7 Psychos (und zig anderen Filmen) und langsam nervt diese postmoderne Leier, dass alle Stoffe auserzählt seien und man nur noch über die Unmöglichkeit des Schreibens thematisieren könne. Der Film pendelt emotional zwischen Melancholie der Hauptdarsteller und dümmlichem Quatschfaktor der Animationen. Roger Rabbit lugt hervor. Das anschließende Q&A mit Regisseur war für Außenstehende ganz erhellend: wie so ein Animationsfilm über 30 Länder hinweg zustande kommt. Das dabei überhaupt ein einheitlicher Film entsteht, ist eine modernes Wunder der arbeitsteiligen Produktion.

Ein Film, der mich ratlos zurücklässt: einige einprägsame, wiederkehrende Motive wie das Kind mit dem Drachen, andererseits war der Plot alles in allem doch seicht und der Film ist eine Materialschlacht an Toon-Charakteren getreu dem Motto “viel hilft viel”. Kann man, muss man aber nicht.

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