Fantasy Filmfest 2012 Part I

Dieses Jahr hatte ich mir vorgenommen an meiner persönlichen Höchstmarke zu kratzen und die Anzahl gesehener Filme auf dem http://www.fantasyfilmfest.com/ hart an die Grenze zur Dauerkarte hochzuschrauben. Los ging es gleich in der Eröffnungsnacht am Dienstag dem 21.8. mit Sigthseers vor vollem Saal. Ich kannte die Hauptdarstellerin Alice Lowe doch aus irgendeiner Britcom – genau: Garth Marenghi´s Darkplace.

In Sightseers spielt sie Tina, eine Mid-Dreissigerin, die bei ihrer garstigen Mutti in der englischen Provinz lebt. Sie lernt Chris kennen und beide klappern mit dem Campervan touristische Spots ab – und beginnen nebenher Mitmenschen umzubringen. Dabei passieren die Morde eher beiläufig. Die Unerträglichkeit der Mitmenschen bricht sich die Bahn, aber eigentlich ist sich das Paar selbst unerträglich, in der piefigen Kleinbürgeridylle mit gestrickter Reizwäsche und Einhornfiguren aus Glas. Eher eine Milieustudie denn ein Schocker und der Soundtrack (Frankie goes to Hollywood 2012 in einem Film zu verwenden, muss man sich erstmal trauen) unstreicht die melancholische Atmosphäre der touristischen Tristesse. Beide Hauptdarsteller waren im Cinemaxx vor Ort und verdient gab es frenetischen Applaus.

Anschließend Sushi Girl – gar nicht mal so voll und eher durchwachsen. Pro: ein kurzer Machete-Cameoauftritt und Mark Hamill als rattenartiger, ständig kauender Fiesling. Minus: Die Gesten und Mimik von Mark Hamill wiederholten sich auf Dauer und eine Handlung, die sich zäh dahinschleppte. Ich dachte an Reservoir Dogs, blieb allerdings ratlos zurück: Der Psychofaktor der Folter blieb aus, da das Folteropfer bis zuletzt auf dicke Hose mit obercoolen Sprüchen machte. Dazu wirkte der ganze Film wie ein Witz, bei dem der Titel wie ein Neurotiker schon zu Beginn die Pointe ruiniert hat. Kann man sich durchaus ansehen, aber der große Wurf ist der Film nicht.

Mittwoch 22.8. dann zu Eva (2011). Ein Referenzfilm wäre hier Steven Spielberg´s A.I. Ich hätte nicht gedacht, dass Daniel Brühl auch in guten Filmen mitspielt (schon wiederlegt: Inglorious Basterds), aber Eva ist definitiv sehenswert. Die Animationen der Technik generell und der Roboter und Androiden sind allesamt gut gemacht und der Plot bleibt fesselnd. Die Frage nach K.I. ist hier das Vehikel, um die Emotionen zwischen den Beteiligten aufzuzeigen.

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