Darüber könnte man sich mal Gedanken machen

Aus dem Aufruf für die antifaschistische Demonstration am Samstag:

“Nazis lassen sich nicht wegraven, genau so wenig wie der Umstand, das wir nach einem durchfeierten Wochenende am Montag wieder für die Konkurrenzgesellschaft den Buckel krumm machen müssen.”

Schon komisch – HipHop-Jams und Demos mit Schrammelmusik veranstalten ist gut, aber Techno ganz schlimm. Clash of the Jugend-Cultures, wonach politisch das favorisiert wird, was man musikalisch halt ganz gut findet oder wahlweise auch ganz schön blöd. Abgesehen davon, dass die dubiosesten Antifagruppen von Berlin hierher mobilisieren, eröffnet die obige Aussage die wichtige Frage nach dem Verhältnis von Politik und Party, über das auch massiv auf diesem Blog nachgedacht wurde. Beide Begriffe als sich ausschließende Widersprüche und getrennte Sphären zu denken und sich für die eine oder andere Seite zu entscheiden wird kaum aus dem Problem führen. Die Linke hätte endlich zu reflektieren, wie weit ihr Lebensstil Grundlage ihrer politischen Begriffe ist. Das wäre der Anfang von Ideologiekritik – die materiellen Voraussetzungen des eigenen sozialen Daseins zu reflektieren.

Wie auch immer, Antifaschismus beginnt nicht nur dort, wo auf einmal der eigene Kiez betroffen ist und genau das wurde im Aufruf festgehalten:

“Jede_r von uns hat die verdammte Pflicht die Nazis da zu bekämpfen wo sie auftauchen – überall! – und nicht erst wenn „Thor Steinar“ einen Laden im „eigenen Kiez“ eröffnet.”

Hier der ganze Aufruf und es gilt:

Demo: Samstag | 18. Juli 2009 | 18.00 Uhr | Bersarin Platz

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