Hartz ist nicht Keynes

…meint zumindest der Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin und begründet dies auch. Denn das vom Staat an die als arbeitssuchend klassifizierten Menschen würde nicht in deutsche Produkte fließen: “Das ist kein Konjunkturprogramm. Wofür geben die das Geld aus? Für Flachbildschirme, Videorekorder, MP3-Player. Es geht alles nach Fernost. Es geht alles nach Südchina. Und nichts bleibt hier.” Dreist, meint berichtigterweise die Initiative gegen HartzIV.
Wäre dem so – wo werden diese Konsumgüter gekauft? Sicher in Filialen der Media-Markt-Saturn-Holding, einer Tochter der Metrogruppe. Und 19% vom Kaufpreis würden wieder zurück an den Staat… aber unterlassen wir diese Überlegungen. Viel interessanter erscheint mir: was passiert wohl in 1 Jahr, wenn sich die Erkenntnis langsam durchschlägt, dass die jetzt an Banken und Autokonzerne versprochenen Finanzhilfen bezahlt werden müssen. Und dazu noch die Arbeitslosenzahlen steigen. Auf die Hetze gegen die neuen Florida Rolfs kann man sich jetzt schon einstellen.

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