Partyreview 19.1.08 // 2 Years Freak Camp Session: Bass, geht so, trotzdem Spaß

flyer freak camp

2 Jahre Freak Camp sollten gestern zelebriert werden und was sollte stärker sein – mein Husten oder das Interesse an der Party? Mensch triumphiert über Bazillus und so traf ich mich erst noch zum privaten Dubstep Platten drehen, um dann kurz vor 1 Uhr im VCF aufzuschlagen. Die Anlage war wieder gut bestückt mit reichlich Bassboxen, der Laden macht jedes Mal Spaß und das Publikum war bunt gemischt. ELEMENTAL fing gerade mit seinem Liveact an. Ich bin mir recht sicher, dass seine Festplatte Probleme verursachte, denn an einigen Stellen gab es merkwürdige Holperer. Das störte aber nicht weiter, das Set war sehr gut und abwechslungsreich von Electronica-angehauchtem Stuff bis zu minimalem Stuff, der auf Subbass und Perkussionen ausgerichtet war. Am Ende kurz noch Breakstep. Doch, das machte Spaß und der Laden, der am Anfang noch ziemlich leer gewesen war, war am Ende des Sets rappelvoll. Nur leider sollte die Musik nicht mehr so gut bleiben. Nach dem bombastischen Intro von GEIOM erwartete ich eine heftige Portion Bass – doch dummerweise mixte er ein wirres Set aus Speedgarage, obskuren Rythmen und eher einschläferndem Dubstep. Weder die Auswahl noch einzelne Tracks konnten mich überzeugen und insbesondere diese Garage-Sachen… also nein. KOMONAZMUK dann mit einem ganz guten Set, allerdings haute einiges Mix-technisch nicht so richtig hin. Trotzdem lustig. Dann WHITEBOI mit darkem, technoiden Dubstep. Sehr gut. Als dann die Freak Camp Leute zusammen mit Geiom nochmal ein reines Speedgarage-Set anfingen, verließen meine BegleiterInnen fluchtartig den Laden. Ich guckte mir das Ganze noch an aber es wurde schnell leer und um halb 6 war das Saallicht an und nur noch wenige Leute da. Zwischendurch war die Club Mate an der Bar ausgegangen – Sauerei! Ich mußte notgedrungen auf Becks umsteigen und errechnete, dass der Bierpreis pro Liter knapp unter dem Oktoberfest (nur als Referenz, nicht dass ich da jemals hinwollte) lag. Diese sinnlosen Gedankengänge machten mir endgültig klar: Es war an der Zeit in den Berliner Regen hinauszustolpern und heimzufahren. Nette Party jedenfalls, ich hatte meinen Spaß.

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