Bass the World 8.6. @ Club Josef

Bass the World Flyer
Eine weitere dicke Sause von der Berliner Dubstep-Crew Bass the World letzten Freitag im Club Josef. Wir kamen um 1 Uhr an und sahen zwei ältere Herren vor uns hineingehen. Nun tragen ja Zivilpolizisten heutzutage Slipknot Pullover, aber diese Herrschaften sahen orginal aus wie Drogenfahnder auf dem Weg zur Arbeit; mit unpassenden New Yorker-Shirts und allem drum und dran. Scheinbar handelte es sich aber doch eher um verirrte Prolls, die sich amüsieren wollten und sie zogen es vor die Party nicht zu besuchen.

Maxximus hatten wir wohl verpasst und Mackjiggah spielte gerade, als wir reinkamen. Heisser Stuff und Leute waren bereits am tanzen und am schreien zwischen den Tracks. Ein gutes Set. Danach dann Wadadda aus Köln, der seine eigenen Tracks vom Laptop spielte. Die Tunes waren alle recht gut mit dicken Wobblebässen und ordentlichen Dub-Elementen. Allerdings wurde die Stimmung leicht getrübt durch das Abspielen ohne jegliche Übergänge, da ist auf jeden Fall noch Raum drin für Optimierungen.

Das DJ-Set des Headliners des Abends – Coki von DMZ – verpasste ich größtenteils. Das was ich sah war ok, begeisterte mich aber nicht wirklich. Auch seine Releases bisher habe ich verschmäht, not my cup of tea.

Was die Großmutter noch wußte: Dubstep wird schnell langweilig, wenn den ganzen Abend ausschließlich darker Halfstep läuft. Ph0kus schaffte es die Stimmung während seinem Set anzukurbeln durch das gezielte Einstreuen von Grime (sein Release auf Mg77 Records ist Killer!) und anderen Tracks mit treibenderen Beats. „Die DJ-Maschine” kommentierte Mackjiggah das und so ist es: Ph0kus ist extrem talentiert. Nach seinem circa zweistündigen Set kam zunächst Mackjiggah ein zweites Mal dran und danach nochmals Coki. Kaum hatte letzterer begonnen, fingen die Türsteher allerdings an die Leute rauszukehren. Das war aber zu verkraften, die Party war richtig gut. Wie immer bei Dubstep in Berlin mit gemischtem, etwas älterem und sehr angenehmem Publikum.

Hinterher zum ersten und vermutlich letzten Mal die Bar 25 besucht. Läden mit Türpolitik sind mir nicht nur suspekt: ich verachte sie sozusagen. Schlange stehen morgens um halb 7, hier kann sich der Betreiber ein elitäres Aussieben der Gäste noch erlauben. Wir kamen rein, die Leute aus England, die aus der Maria mitgekommen waren, durften nach Hause gehen. Innen dann der erwartete Menschenzoo: wer morgens aufgrund akuter Verstahlung (wird dieses Wort heute eigentlich noch gebraucht?) woanders nicht mehr hingehen kann, landet hier. Ist ja auch okay für Leute in diesem Zustand, nur wurden mein Begleiter und ich syncron von dem Flash der absoluten Langeweile erfasst. Wir ergötzten uns kurz an diesem Spektakel, um dann lieber nach Hause zu fahren. Vor dem Einschlafen nochmal die Box of Dub durchhören, schöne Platte.

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