Nachrichten aus dem Weltinnenraum der Agenturszene

2 Euro-Jobber blicken sehnsüchtig auf 1-Eurojobber: diese verdienen mehr als das Doppelte. Wie das? 345 Eu HartzIV plus Miete/ Nebenkosten plus 20-30 Euro pro Woche. Ein hübsches Sümmchen. Da kann der Praktikant/ die Praktikantin mit 350 Euro Monatslohn nur von träumen. Und bei dieser Entlohnung handelt es sich um ein Praktikum, bei dem es wenigstens noch eine Art symbolischen Lohn gibt; eine Tochterfirma von n-tv wirbt unlängts damit, gar kein Geld zu zahlen. Die gute Nachricht also: Arbeit ist genug für alle da. Nur evtl. muss man eben selbst dafür finanziell aufkommen, arbeiten zu dürfen. Der nächste Schritt wären noch Beschäftigungsverhältnisse, für die der Beschäftigte zahlen muss (in Gedanken notieren – Marktlücke!) Nie wieder Geisteswissenschaften, im nächsten Leben wird BWL studiert. Was bleibt als Ausstieg aus der prekären Scheisshölle? Sich selbstständig machen, so eine Art Masada im Arbeitsleben.

Das sind gerade die Keywords/ Tags die mich tagein, tagaus auf Trab halten: Existenzgründung, Neugründung, Bürogemeinschaft, Agentur gründen, Consultant, IT, Corporate Design, Webdesign Mediengestaltung, Marketing, Social Networking, Open Source CMS, Mambo, Joomla, Schulungen, unternehmensbezogene Dienstleistungen, Freelancer, prekär, Generation Praktikum, Wir nennen es Arbeit.

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