Slayer Comics like it´s 1991

Slayer Comics mit Dark Horse? Pah! Your´s truly ist im Besitz eines handgezeichneten und durch den Kopierer gejagten Slayer Comics, das aus dem Jahr 1991 stammen dürfte. Feinste Fan-Art, garantiert unlizensiert und teils auch nicht so ganz jugendfrei. Hatte ich damals im Come Back in Mannheim erstanden, als der Laden noch an seiner alten Location war und ich im Fanzine-Distro und -Sammel-Business aktiv war. Damals! Früher! Hach!

So sieht das gute Stück jedenfalls aus:

slayer_comic_front

slayer_comic_back

Irgendwie nicht so: Neal Stephenson Seveneves

“But apocalyptic stories are ultimately escapist fantasies, even if no one escapes. End-times narratives offer the terrible resolution of ultimate destruction. Partial destruction, displacement, hunger, want, weakness, loss, need—these are more difficult stories. That is all the more reason we should be glad writers are beginning to tell them: to help us imagine not dying this way but living this way.”
Kathryn Schulz – Writers in the Storm. New Yorker Continue reading

16. Jeonju Intl. Film Festival im Schnelldurchlauf

jeonju film festival

Der Einleitungssatz könnte so lauten: Als professioneller Cineast habe keine Kosten und Mühen gescheut, um am Jeonju Intl. Film Festival in Südkorea teilzunehmen. Aber leider ist das gelogen, denn ich bin eher zufällig in das Festival geraten. Was sich aber als glückliche Fügung herausstellte, denn Filmfan bin ich wirklich und daher war hier glückliches Binge Watching angesagt. Continue reading

[Rant] Von roten Linien. Warum ich dort nicht live spiele.

[Rant Warning. Rant Content to follow.]
Irgendwann merkte ich, dass sie überschritten war, meine rote Linie. Ich stelle das meistens erst hinterher fest. Ein Kompromiß folgt auf den nächsten. Es ist in der Regel kein riesiger Tabubruch, sondern ein schrittweises Hineinbewegen ins dieses Terrain. Und irgendwann merkte ich: das geht so nicht klar.

Ich möchte keine weitere Moritate über die geistig-moralische Verkommenheit des Musikbusiness abliefern. Jeder der mitmacht, kennt die Schattenseiten. Und davon gibt es jede Menge. Grundvoraussetzung für jeden Musiker ist ein gehöriges Maß an Frustrationstoleranz. Denn von weniger guten bis eher blöden Erlebnissen gibt es eine ganze Menge. Gigs, auf die man sich monatelang gefreut hat, die sich als totaler Fehlschlag entpuppen. Man reist tausende Kilometer an, nur um festzustellen, dass das Festival mit 5 Floors in irgendeinem gottverlassenen Dorf im Wald hinter Moskau stattfindet. Und auch nur 30 Besucher da sind. Das ist großartiger Stoff für mythische Geschichten, ich möchte diese auch gar nicht aufbauschen denn auch das Gegenteil tritt ein: fette Party, volles Haus, alles gut. Continue reading

Die offizielle WM Hymne 2014. Olé!

https://www.youtube.com/watch?v=T9oo7wb7cw8

Normalerweise habe ich fertig mit quietschenden Squarewavessynths. Und das meiste gut gemeinte Engagement in Musik geht mir auch auf den Zeiger. Aber das hier funktioniert ganz prächtig als offizielle WM Hymne 2014. Wer hätte gedacht, dass Deichkind mal noch so “geil abliefern” (Heinz Strunk). Also ich nicht. Dauerloop an mit diesem großartigen Fußballsong voll mit Panini- und Wagensportligareferenzen.

“it´s the economy, stupid”

In der Jungle World wird gerade erörtert, was auch in diesem Blog in der Vergangenheit zur Genüge Thema war: die Ökonomie von Kunst und Kultur. Aus Perspektive der Konsumierenden geschrieben beleuchtet der Artikel in erster Linie Eintrittspreise. Um hier noch einen eigenen Gedanken hinsichtlich des Nachtlebens nachzuschieben: die 3 Parteien Veranstaltungsortmacher, externe Promoter und Artists und Konsumenten stehen grundsätzlich auf mindestens 4 verschiedenen Seiten der Barrikade. Ich selbst arbeite in einem Laden ohne Lohn mit, der wie ein perpetuum Mobile nur vom good will der Beteiligten lebt. Aber auch das funktioniert irgendwie. Vermutlich sogar angenehmer, als wenn aus dieser low level economy irgendwie noch Gehälter rausgepresst werden müssten. Da hat der Jungle World Artikel schon recht. Dieses Durchwurschteln hart am Rande der Legalität funktioniert halt irgendwie und im Endeffekt: gut für die Artists. Die Einnahmen fließen nach Deckung der Unkosten für Raummiete, Rattenbeseitigung und Kloreparatur an die auftretenden Bands und DJs.

The Walking Dead Telltale S02E02 Non-Review

http://www.youtube.com/watch?v=STv48672H8c

Nuff said.

PS: Das Spiel ist eine Qual. Unterhaltung bis maximal in die 3. Klasse mit Witzen über die Verdauung von Bohnen und einer Story, die so spannend wie eingeschlafene Füße ist. Ich entwickle echt Aggressionen, dass ich mir den Season-Pass für diesen Mist geholt habe. Faustregel: je höher das Budget für Lizenzrechte, desto mieser das resultierende Spiel.