Slayer Comics like it´s 1991

Slayer Comics mit Dark Horse? Pah! Your´s truly ist im Besitz eines handgezeichneten und durch den Kopierer gejagten Slayer Comics, das aus dem Jahr 1991 stammen dürfte. Feinste Fan-Art, garantiert unlizensiert und teils auch nicht so ganz jugendfrei. Hatte ich damals im Come Back in Mannheim erstanden, als der Laden noch an seiner alten Location war und ich im Fanzine-Distro und -Sammel-Business aktiv war. Damals! Früher! Hach!

So sieht das gute Stück jedenfalls aus:

slayer_comic_front

slayer_comic_back

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Smells like Gamergate – Ghostbusters Trailer Reactions

Ich bin wenig amüsiert über den radioaktiven Niederschlag, der auf den Ghostbusters Trailer folgt. Wahrscheinlich wäre es das Klügste im Nachhinein eine Historie der Ereignisse aufzustellen. Denn vernünftiges Argumentieren ist nicht möglich an dieser Stelle. Und vor allem haben die Trolls und die Hater das Sagen. Read more ›

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Irgendwie nicht so: Neal Stephenson Seveneves

“But apocalyptic stories are ultimately escapist fantasies, even if no one escapes. End-times narratives offer the terrible resolution of ultimate destruction. Partial destruction, displacement, hunger, want, weakness, loss, need—these are more difficult stories. That is all the more reason we should be glad writers are beginning to tell them: to help us imagine not dying this way but living this way.”
Kathryn Schulz – Writers in the Storm. New Yorker Read more ›

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Quentin Tarantino on Soundtracks

Großartig – Quentin Tarantino zu Gast bei BBC Radio 6 Music im Gespräch mit Edith Bowman. Die Geschichte mit Pulp Fiction und “My Sharona” ist zu gut. Ein Musiknerd-Regisseur zu Gast beim Radiosender für Musiknerds im Screen 6 Special. Sweet.

Für die nächsten 4 Wochen im iPlayer online zu hören unter http://www.bbc.co.uk/programmes/b06vp1gh

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Gedanken zur Macht

“The Force Awakens” also. Natürlich hagelt es Spoiler, wo bliebe denn ansonsten der Spaß. In medias res: Eine grandiose Optik, die Handlung dagegen schwach und die Charaktere durchwachsen. So in etwa würde ich den Film zusammenfassen.

Eher “ganz nett”, aber eben nicht grandios. Wahrscheinlich wird man Read more ›

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Kurz nachgedacht zu Bruce Campbell, Fargo und den Nazis in den USA

Ein Cameo in Fargo also, S02E05. Bruce Campbell spielt Ronald Reagan im Jahr 1979. Sorry, I don`t get it. Hätten die Serienmacher nicht überall Schilder mit “Ronald Reagan” ins Bild gebracht, wäre der Zusammenhang für mich schwer herzustellen. Weil Bruce Campbell einfach nicht nach Ronald Reagan aussieht. Zurückgegeelte Haare und inhaltsleeres Auftreten eines arroganten Schnösels – das spielt Campbell herrlich überzogen-Campbell-mässig. (Die zweite Season von Fargo ist abgesehen davon wie zu erwarten war ganz großartig. Unbedingt ansehen.) Read more ›

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16. Jeonju Intl. Film Festival im Schnelldurchlauf

jeonju film festival

Der Einleitungssatz könnte so lauten: Als professioneller Cineast habe keine Kosten und Mühen gescheut, um am Jeonju Intl. Film Festival in Südkorea teilzunehmen. Aber leider ist das gelogen, denn ich bin eher zufällig in das Festival geraten. Was sich aber als glückliche Fügung herausstellte, denn Filmfan bin ich wirklich und daher war hier glückliches Binge Watching angesagt. Read more ›

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Deutschland vs Silicon Valley: Peter Thiel als falscher Messias

Journalismus auf niedrigstem Niveau in Sachen Netzthemen gibt es diese Woche gleich 2 Mal zu vermelden. Als Tiefschlag Nummer 1 drischt Anna Sauerbrey im Tagesspiegel auf Peter Thiel ein. In Silicon Valley – Der religiöse Kult des Monopolkapitalismus wird brav der Kanon der deutschen Kulturkritik abgespult. Die Diagnose “Kapitalismus als Religion” stammt aus den Zeiten von Georg Simmel und Walter Benjamin. Marktschreierisch in der Überschrift angepriesen bleibt sie reine Metapher, im Text belegt Read more ›

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PEGIDA, gegen ihre Bewunderer verteidigt

I. Ich fühle mich an das Diktum von Marx erinnert, wonach sich Geschichte zweimal wiederholen würde: einmal als Tragödie, einmal als Farce. Im Fall von PEGIDA handelt es sich um letzteres. Wie beim Rülpsen des Mannes neben einem beim Warten auf die S-Bahn kommt auf einmal eine übelriechende Wolke zum Vorschein und man wendet sich angeekelt ab.

Zurecht. Allerdings ist PEGIDA in erster Linie hässlich und nicht gefährlich. Referenz sind hier die frühen 1990er Jahre. Hier zeigte die Berliner Republik, wozu das deutsche Volk, einmal friedlich wiedervereint fähig ist. Man möge in den Archiven nachlesen was BILD, Der Spiegel und Frankfurter Allgemeine Zeitung damals so schrieben. Man möge rekonstruieren, was das deutsche Volk damals so tat, in Rostock-Lichtenhagen, Hoyerswerda, Mölln, Solingen, Mannheim-Waldhof, Lübeck und weiteren Orten. Man möge nachlesen, dass Bundesregierung und Parteien den Opfern jedwede Solidarität, geschweige denn Würdigung versagten.
Es hat sich etwas geändert, die Dummheit ist heute auf einem höheren Niveau angelangt. Oder dorthin mit Polizeirepression, zivilgesellschaftlichem Druck und autonomen Strafaktionen hingeprügelt worden. So richtiger Nationalsozialismus ist heute eine Marktlücke für die ganz Durchgeknallten – “Reichsbürger” ist die Vorstufe zur Einweisung in die Psychiatrie. Und Nazis müssen sich heute in erster Linie von sich selbst distanzieren.

II. Das Erscheinen von PEGIDA ist so irrsinnig, dass sich jeder Versuch der Systematisierung verbietet. Die Islamismus-Debatten liegen Jahre zurück, ebenso rufen die Debatten über den Islam in Deutschland heute ein müdes Gähnen hervor. Ebenso, warum das Phänomen außerhalb von Dresden nicht zünden wollte mit den Nachahmer-Demos in Köln, München und Berlin.
Man versucht allerlei zu erklären, Politikwissenschaftler klauben Gründe zusammen, die plausibel klingen. “Arbeitslosigkeit”, “geringer Ausländeranteil in Dresden”, “DDR-Nachwehen”. Man wird immer irgendwelche Gründe finden, nur erklärt ist damit nichts. Warum Arschlöcher sich dafür entscheiden Arschlöcher zu werden, bleibt rätselhaft. Warum gerade Dresden, warum gerade jetzt?

Ein vermeintlicher Vorfall in Berlin-Kreuzberg, nicht Dresden, hat durch eine BamS Falschmeldung den Zündfunken gegeben. Hier stimmen zumindest meine Feindbilder noch: die Springerpresse schürt schön Rassismus. Allerdings will diese mit dem Resultat dann doch nichts zu tun haben, da ist BILD ganz regierungstreu und titelt “Nach Massaker in Redaktion von „Charlie Hebdo“: So schamlos nutzen AfD und Pegida Terror-Ängste aus”.

III. Antifaschismus ist Teil der Staatsraison und tief im Bürgertum verankert, siehe Schröder mit dem “Aufstand der Anständigen”, was nun von Angela Merkel mit der Neujahrsansprache 2014/2015 weitergeführt mit Beifall bis hin zur TAZ goutiert wird. Mit plattem “Ausländer raus” gewinnt man heute keine Wahlen mehr. Ich kann nur hoffen, dass dies nicht einfach nur darauf zurückzuführen ist, dass Deutschland Krisengewinner ist, egal ob Griechenland oder Euro-Schwäche.

Deutschland kann anders (siehe Rostock-Lichtenhagen) und auch Rechtspopulismus in Europa kann anders. PEGIDA möge uns mahnend daran erinnern, dass es neben dem vorbildlichen, braven, deutschen, antifaschistischen Staatsbürger eben auch dessen schlecht riechenden Onkel aus Dunkeldeutschland gibt.

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[Rant] Von roten Linien. Warum ich dort nicht live spiele.

[Rant Warning. Rant Content to follow.]
Irgendwann merkte ich, dass sie überschritten war, meine rote Linie. Ich stelle das meistens erst hinterher fest. Ein Kompromiß folgt auf den nächsten. Es ist in der Regel kein riesiger Tabubruch, sondern ein schrittweises Hineinbewegen ins dieses Terrain. Und irgendwann merkte ich: das geht so nicht klar.

Ich möchte keine weitere Moritate über die geistig-moralische Verkommenheit des Musikbusiness abliefern. Jeder der mitmacht, kennt die Schattenseiten. Und davon gibt es jede Menge. Grundvoraussetzung für jeden Musiker ist ein gehöriges Maß an Frustrationstoleranz. Denn von weniger guten bis eher blöden Erlebnissen gibt es eine ganze Menge. Gigs, auf die man sich monatelang gefreut hat, die sich als totaler Fehlschlag entpuppen. Man reist tausende Kilometer an, nur um festzustellen, dass das Festival mit 5 Floors in irgendeinem gottverlassenen Dorf im Wald hinter Moskau stattfindet. Und auch nur 30 Besucher da sind. Das ist großartiger Stoff für mythische Geschichten, ich möchte diese auch gar nicht aufbauschen denn auch das Gegenteil tritt ein: fette Party, volles Haus, alles gut. Read more ›

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